PG Aub
Foto: © Winfried Langlouis

Was deiner Seele gut tut

zu meinem Namenstag bekomme ich immer noch jedes Jahr einen kleinen Brief aus dem Kloster Benediktbeuren, wo ich vor vielen Jahren meine 2. Dienstprüfung für mein Diakonat gemacht habe. Diesmal gab es einen, so finde ich, sehr bemerkenswerten Beitrag von P. Peter Boekholt SDB, den ich hiermit gerne weitergeben will:

Bild:  Peter Weidemann in Pfarrbriefservice.de

 

 

 

 

Nichts …!

Von Don Pedro Calderon stammt folgende Geschichte: 

Die Hölle war total überfüllt, und noch immer stand eine lange Schlange am Eingang. Schließlich musste sich der Teufel, selbst herausbegeben, um die anstehenden Menschen fortzuschicken. „Ein einziger Platz ist noch frei, den muss der ärgste Sünder bekommen!“ rief er laut. „Ist vielleicht ein Mörder da?“ Er hörte sich die Verfehlungen der Anstehenden an. Schließlich sah er einen Mann etwas abseits stehen, den er noch nicht gefragt hatte. „Was haben Sie getan?“ fuhr er ihn an. „Nichts! Ich bin ein guter Mensch und nur aus Versehen hier.“ - "Aber Sie müssen doch etwas getan haben! Jeder Mensch stellt etwas an!“ – „Ich sah es wohl“, sagte der Mann, von sich überzeugt, „aber ich hielt mich davon fern. Ich sah, wie die Menschen ihre Mitmenschen verfolgten, aber ich beteiligte mich nie! Sie haben auf den Schwachen herumgetrampelt. Sie haben von ihren Übeltaten jeder Art profitiert. Ich allein widerstand der Versuchung und tat nichts!“ „Absolut nichts?“ fragte der Teufel ungläubig. „Sind Sie völlig sicher, dass Sie alles mit angesehen haben?“ – „Vor meiner eigenen Tür!“ – „Und nichts haben Sie getan?“ wiederholte der Teufel. – „Nein!“ –  Da sagte der Teufel: „Komm herein, mein Sohn. Der Platz gehört Dir!“.

Bild: www.sternsinger.de

Aus dem Matthäusevangelium (2, 1 - 12)

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes
in Betlehem in Judäa geboren worden war,
da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem
und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden?
Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.
Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem.

Bild: Pfarrbriefservice.de

Lesung aus dem Lukasevangelium (19, 1 - 10)

Dann kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt.

Dort wohnte ein Mann namens Zachäus;

er war der oberste Zollpächter und war sehr reich.

Er wollte gern sehen, wer dieser Jesus sei,

doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein.

Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum,

um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.

Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm:

Foto: Pfarrbriefservice.de

Lesung aus dem Buch Genesis (14, 18 - 20)

In jenen Tagen brachte Melchisedek, der König von Salem,

Brot und Wein heraus.

Er war Priester des Höchsten Gottes.

Er segnete Abraham und sagte:

Foto: C. G.

Aus dem Buch Nehemia (8, 2 - 10)

In jener Zeit brachte der Priester Esra das Gesetz vor die Versammlung;

zu ihr gehörten die Männer und die Frauen und alle, die das Gesetz verstehen konnten.

Vom frühen Morgen bis zum Mittag las Esra auf dem Platz vor dem Wassertor den Männern

und Frauen und denen, die es verstehen konnten, das Gesetz vor.

Das ganze Volk lauschte auf das Buch des Gesetzes.

Der Schriftgelehrte Esra stand auf einer Kanzel aus Holz, die man eigens dafür errichtet hatte.

Foto: pixabay.com

Aus dem Matthäusevangelium (25, 14 - 30)

In jener Zeit sagte Jesus:
Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden,
die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

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